Pfarrei Maria Hilf

Pfarrfahrt 2018

Pfarrfahrt  Maria Hilf 2018

Das Ziel unserer diesjährigen Pfarrfahrt war Porto San Rocco in Muggia im Grenzgebiet zwischen Italien und Slowenien. Schon beim ersten Morgengebet im Bus konnte man die Harmonie spüren, die auf der ganzen Reise bei den 46 Teilnehmern anhielt.
Sonniger Mittag beim längeren Halt in Bled am See mit Blick auf den Burgfelsen, den See und Sloweniens fast heiligen Berg Triglav. Muggia empfängt uns mit schäumendem Meer – die Bora-, der kühle Wind aus NO, weht kräftig. Ein 4-Gänge-Menü mit heimischem Wein tut nach langer Busfahrt gut. Gestärkt durch die auch weiterhin gute Bewirtung erleben wir in den nächsten Tagen in Italien die seit den Römern bedeu-tenden Städte Aquileia, Grado, das alte Muggia und Triest. Durch eindrucksvolle römische Ausgrabungen im Bereich der immerhin viertgrößten Stadt des Römischen Imperiums führt uns eine sehr gebildete junge Dame, die uns danach auch die  frühchristliche Basilika mit ihren berühmten Bodenmosaiken nahebringt. Eine Messe durfte anschließend Pfarrer März hier mit uns feiern, ein besonderes Erlebnis in einem Raum, wo dies schon seit dem 3. Jahrhundert geschieht. Ehrwürdige romanische Kirchen sahen wir auch im heutige Badeort Grado, später Santa Maria Assunta hoch über Muggia und San Giusto auf dem ältesten bebauten Hügel von Triest. In dieser Stadt ermöglichte uns die Reiseleitung nach der morgendlichen Führung durch die altösterreichische Stadt wahlweise einen Besuch des am Meer gelegenen kaiserlichen Schlosses Miramare mit seinen prächtigen Gärten, was die meisten von uns taten. Die Möglichkeit für einen eigenständigen Stadtbummel mit Shopping wurde genutzt und schließlich fuhren auch einzelne mit dem Schiffchen zurück nach Muggia, um mit viel Zeit die engen steilen Gassen mit erstaunlichen Durch- und Ausblicken zu erkunden. Zwei erlebnisreiche Tage verbrachten wir auch im slowe-nischen Istrien, das ja eigentlich das ursprüngliche Hinterland von Triest ist. Eine Rundreise durch die reizvolle gebirgige Landschaft war durch 3 Höhepunkte überstrahlt:
Auf engen Bergstraßen erreichten wir die durch hohe Wehrmauern geschützte Kirche zur Hl. Dreifaltigkeit über dem Dorf Hrastovlje. Die gut erhaltenen Fresken von 1490 zeigen eine Bilderbibel zum Alten und Neuen Testament und zum Leben der Bauern. Sie sind wesentlich besser erhalten als die gleich alten Fresken in Peretshofen. Nach einer ausgiebigen Weinprobe mit Schinken und Käse erreichten wir das malerisch auf einem Hügel liegende Dorf Stanjel. Der Aufstieg zum steinernen Tor und durch steile Gassen war nicht ganz mühelos. Belohnt wurden wir durch zahlreiche reizvolle Fotomotive im Ort und den hübschen Ferrari-Garten am Südosthang. Diesen Garten hat in den 20er Jahren der erfolgreiche Architekt Fabiani angelegt, verbunden mit einem ausgeklügelten Bewässerungssystem, das über steinerne Rinnen und eine zentrale Zysterne  den Ort und einen Zierteich versorgt. Eine steinerne venezianische Brücke  spannt sich darüber, auf der sich schon manches Pärchen fotografieren ließ. Die in der Art des süddeutschen Barocks erbaute Jesuiten-kirche Sankt Ignazio in Görz war der dritte Höhepunkt dieses Tages. Ein weiterer Tag führte uns nach Piran, wohl dem schönsten Ort an der slowenisch-istrischen Küste. Hier war Kondition gefragt: Der prächtige Hauptplatz liegt unten, zum Meer offen. Die barocke St. Georgs Kirche steht hoch oben an markanter Stelle mit allseiti-  gem Rundblick auf Stadt und Meer. Man zahlt 1,50 € Eintritt um hinein zu kommen und darum waren wir wenigen die das taten auch unter uns und konnten das herrliche Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert und die schönen Gemälde in Ruhe betrachten.

Harald Sachers